Robert Sterl Museum Program Patrons Contact Home
Robert Sterl
Tausendschoen


Kartoffelernte (Detail)
Robert Sterl: Kartoffelernte, 1902,
Öl auf Leinwand, 57,5 x 69 cm,
(vgl. WVZ 434, 435 und 533)


B25 Erntetrunk(klein)
Robert Sterl: Erntetrunk, wohl 1904,
Lithografie (B 25), 20,4 x 24,9 cm


Erntetrunk(Prussog)
Lucie Prussog: Erntetrunk, um 1925,
Tonrelief nach Robert Sterl,
ca. 50 x 70 cm, Sterl-Haus-Fassade


Robert Sterl: Arbeiter am Hochofen, 1918, schwarze und farbige Kreide
Blattmaß: 49,6 x 63,5 cm (Z 0784)

zwei parallele Ausstellungen im Museum Obere Saline in Bad Kissingen:

Tausendschön. Robert Sterl als Illustrator
7. März bis 1. Juli 2018 im Museum Obere Saline in Bad Kissingen

Der sächsische Maler Robert Sterl - Vom Illustrator zum Impressionisten
28. März bis 1. Juli 2018 im Museum Obere Saline in Bad Kissingen














Dienstag, 1. Mai: Saison- und Ausstellungseröffnung ab 11:15 Uhr
Begrüßung: Nora Arnold, Museumsleiterin (ab Mai)
Einführung in die Ausstellung und Verabschiedung als Museumsleiter:
Dr. Andreas Quermann, Ausstellungskurator


Kartoffeln und Heu – Erntebilder von Robert Sterl
Sonderausstellung 1. Mai bis 8. Juli

Wie üblich startet das Robert-Sterl-Haus am Dienstag, dem 1. Mai mit der Eröffnung einer Sonderausstellung in die Saison. Anlass der neuen Sonderausstellung ist die Schenkung eines Gemäldes durch den Kreis der Freunde und Förderer des Robert-Sterl-Hauses e.V.: Die Kartoffelernte. Um das Werk lassen sich weitere Gemälde und Zeichnungen zur Ernte gruppieren, mit der sich Sterl um 1900 - neben Szenen der Feldarbeit - eingehend beschäftigte. Gezeigt werden neun Gemälde, elf Zeichnungen, sechs Lithografien und fünf Skizzenbücher zur Korn- und Heuernte, bei denen Sterl sein Augenmerk, z.B. beim Erntetrunk, vor allem auf die Tätigkeit der Menschen und ihre familiäre Gemeinschaft legte. 

Nach seinem Studium löste sich der junge Künstler vom Akademismus. Er wendete sich der Arbeit unter freiem Himmel und dem Landleben zu. In einem abseits gelegenen Dorf in Hessen fand er von 1893 bis 1904 in den Sommermonaten Inspiration und ungestörte Arbeitsatmosphäre. Während Sterl am bäuerlichen Familien- und Dorfleben teilnahm,
zeichnete und malte er Landschaften, Genreszenen und Ackerbau. Damit begann seine langjährige Beschäftigung mit dem Sujet der Arbeit, das in seinen Steinbrecher-Bildern gipfeln sollte. In den hessischen Schaffensjahren schuf Robert Sterl viele Ernteszenen: Allein zur Kartoffelernte sind fünf Ölgemälde im Werkverzeichnis nachgewiesen, zum Erntetrunk sogar sieben, dazu zahlreiche Zeichnungen und Grafiken. Eine Lithografie mit dem Erntetrunk war zwanzig Jahre später Vorlage für ein Tonrelief, das die von Sterl geförderte Künstlerin Lucie Prussog (1900-1990) in seinem Auftrag anfertigte und das bis heute die Fassade des Sterl Hauses ziert.














Sonntag, 15. Juli: Ausstellungseröffnung ab 11:15 Uhr:

"Von vorn gebraten und im Rücken ziehts"
Robert Sterl in den Krupp-Werken 1918
Sonderausstellung: 15. Juli bis 9. September

Einführung in die Ausstellung: Nora Arnold, Museumsleiterin
Musikalische Umrahmung: Magdalena Elstner (Violine)


Im Oktober 1918, kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges, erhielt Robert Sterl die Genehmigung vier Wochen in den Essener Krupp-Werken zu zeichnen. Für Sterl war es eine intensive Schaffensphase in der mehr als 50 Kreide- und Kohlezeichnungen, mehrere Skizzenbücher sowie neun Ölstudien entstanden. Eindrucksvoll zeugen sie von der menschlichen Schwerstarbeit in den riesigen Werkhallen und stellen in sensibel und detailreich aufgefassten Porträtstudien die Arbeiter vor.
Die Sonderausstellung ermöglicht mit einer Auswahl der in Essen entstandenen Zeichnungen, Skizzenbücher und Dokumenten aus dem Nachlass des Künstlers einen lebendigen Eindruck, wie sich der zeitgenössische, moderne Maler Robert Sterl mit der industriellen Arbeitswelt in einem Großbetrieb auseinandersetzte. 




Robert-Sterl-Preis 2018
Preisträgerausstellung: 16. September - 31. Oktober 2018