Robert Sterl Museum Program Patrons Contact Home
Robert Sterl


FK_05_Fraas
Erich Fraaß: Ziege, um 1927,
Tusche, 47 x 28 cm

FK_38_Schönberg
Ewald Schönberg: Zwei Frauen im Zimmer mit Gummibaum, um 1927, Bleistift, 41 x 27 cm


HeidrunMüller
Heidrun Müller: Löwe und Gnu,
glasierter Ton, beide 1995





Plakatentwurf
Plakatentwurf zur Sonderausstellung
mit Illustrationen von Robert Sterl

Sämann
Robert Sterl: Sämann, 1892, Tusche, 24 x 23 cm, Entwuf für eine Illustration zu dem Buch Woher konnt´s Brod? (Z 1867)


Gebirge B
Justus Bräutigam (c): Gebirge B, 2017
Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm

Gebirge1
Justus Bräutigam (c): Gebirge 1, 2017
Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm

GebirgeA
Justus Bräutigam (c): Gebirge A, 2017
Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm
Rückblick: Sonderausstellungen 2017

„Hochverehrter Herr Professor! Lieber Sterl“
Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstag des Malers Robert Sterl
1. Mai bis 2. Juli

Zu seinem 60. Geburtstag erhält Robert Sterl 1927 einer Mappe mit Zeichnungen und Aquarellen von befreundeten Künstlerkollegen der Künstlervereinigung Dresden. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl dieser Werke u.a. von Karl Albiker (1878-1961), Pol Cassel (1892-1945), Erich Fraaß (1893–1974), Josef Hegenbarth (1884-1962), Otto Hettner (1875-1931), Wilhelm Kreis (1873-1955), Hans Nadler (1879-1958), Sascha Schneider (1870-1927), Ewald Schönberg (1882-1949), Selmar Werner (1864-1953), Georg Wrba (1872-1939) und anderen. Zu sehen sind Landschaften, Tierdarstellungen, Porträts und Akte. Stilistisch reichen die Ausdrucksformen von impressionistischen über expressive Darstellungen bis zu feinzeichnerisch-klassizistischen und neusachlichen Blättern. So dokumentieren die heterogenen Werke in der Ausstellung exemplarisch die hohe Wertschätzung der Dresdner Künstlerschaft über Generationen und verschiedene Stile hinweg Robert Sterl gegenüber – Generationen und verschiedenen Stile übergreifend. Ergänzt wird die Kunstausstellung von Schreiben und Telegrammen, die Sterl zu seinem Geburtstag und zur Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig 1927 gratulieren:

„Hochverehrter Herr Professor! Es ist mir eine ganz besondere Freude, Ihnen zu dem Tage,
an dem Sie das 60. Lebensjahr vollenden, als Verehrer Ihrer Kunst meine herzlichsten und aufrichtigsten Glückwünsche auszusprechen. Was Sie als Künstler und führende Persönlichkeit für das Kunstleben an der staatlichen Akademie der bildenden Künste bedeuten, ist allgemein anerkannt, und ich kann mich dieser allgemeinen Anerkennung nur anschließen mit dem herzlichen und aufrichtigen Wunsche, daß es Ihnen frei von körperlichen Beschwerden noch lange Jahre vergönnt sein möge, im Interesse unserer Kunst und Kultur tätig sein zu können. Mit dem Ausdruck meiner besonderen Verehrung Ihr dankbar ergebener Heldt“ (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen)

"Lieber Sterl! Laß auch mich Dir zum 60. Geburtstag herzlich Glück wünschen, vor allem eine feste Gesundheit, damit Dir alles was Du vorhast, glücklich gelingen möge. Ich denke noch oft an die Zeit zurück wo wir gemeinsam manch schöne Strecke Weges zusammen gingen u. glaube, daß auch Dir diese vergangene Zeit als Sonnig und harmonisch in der Erinnerung geblieben ist. In diesem Sinne grüßt Dich / Dein alter Wilh. Claudius"
(Kurator: Dr. Andreas Quermann)


HINWEIS: April bis 3. Dezember in der Dresdner Galerie Neue Meister (Albertinum): Russlandbilder – Robert Sterl und Ernst Barlach

Aus Anlass des 150. Geburtstags von Robert Sterl sind innerhalb der Sammlungspräsentation des Albertinum im Rundgang des 2. Obergeschosses zehn Gemälde von Robert Sterl zu sehen, die während bzw. im Ergebnis seiner Reisen nach Russland entstanden sind.


Keramiken und Plastiken von Heidrun Müller
nur für wenige Tage über Pfingsten: 1. bis 18. Juni 2017
 
Kabinettausstellung im Rahmen der 13. Aktion „Kunst: offen in Sachsen“
Tag der offenen Ateliers und der Kunstmeile Wehlen

Die 1958 in Meißen geborene Künstlerin Heidrun Müller absolvierte an der dortigen Porzellanmanufaktur 1974 eine Zeichenschule und ließ sich von 1975 bis 1978 zur Porzellangestalterin mit Spezialisierung zur Bossiererin ausbilden. 1987 zog sie mit ihrer Familie nach Stadt Wehlen und eröffnete dort 1992 eine eigene Werkstatt für Malerei und Plastik. Neben Ihrer eigenen künstlerischen Arbeit vermittelt sie in Kindergärten und Schulen der Umgebung traditionelle Gestaltungstechniken und bietet Kunst-Kurse an (Zeichnen, Plastik, Töpfern, Airbrush). Ihre Gemälde und plastischen Arbeiten sind in der Wehlener Kunst-Grotte am Hausberg zu sehen und zu erwerben (Mai bis Oktober, Montag und Mittwoch, 13 bis 18 Uhr). Nach Anne Kern (2013), Bernd Fenk (2014), Christopher Simpson (2015) und Dirk Großer (2016) wird mit Heidrun Müller nun die fünfte Künstlerin der Interessengemeinschaft Kunstmeile Wehlen in einer kleinen Präsentation im Sterl-Haus vorgestellt.


Tausendschön – Robert Sterl als Illustrator
Sonderausstellung: 16. Juli bis 10. September

In den 1890er Jahren finanziert der junge Robert Sterl seine freien malerischen Ambitionen durch Illustrationsaufträge. Für Aufsätze oder Erzählungen in verschiedenen Zeitschriften und Kinderbüchern entwirft er als künstlerische Honorararbeit textbezogene Begleitbilder in einem zeittypischen, von den Verlegern erwarteten Stil. Es ist kaum zu glauben, dass diese eher braven Darstellungen von derselben Hand stammen wie die impressionistischen Landschaften und expressiven Russland- und Arbeiter-Bilder der späteren Jahre.

Sterl arbeitet regelmäßig für zwei Jugend-Zeitschriften: Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemütes der heranwachsenden weiblichen Jugend und Herzblättchens Zeitvertreib. Unterhaltungen für kleine Knaben und Mädchen zur Herzensbildung und Entwicklung der Begriffe. Die moralisch-erbaulichen Geschichten zeichnen sich durch einen bürgerlich-biedermeierlichen Grundton aus. Durch einen Illustrationsauftrag für das Kinderbuch Woher kommt’s Brod? finanziert Sterl 1892/93 einen Studienaufenthalt in Paris und Nordfrankreich. Der Auftrag für eine Familienzeitschrift zu einem Text von Theodor Gampe Aus den Elbsandsteinbrüchen führt Sterl 1893/94 an sein späteres Hauptthema heran: die Steinbrecher.

Wie damals üblich, liefert Sterl Originalentwürfe als kleinformatige Tuschen, Aquarelle, Gouachen oder in Mischtechnik. In den Lithografischen Kunstanstalten der Verlage werden diese Entwürfe 1:1 in Steindruck übertragen. In einem aufwendigen Druckverfahren werden dann hochwertige Chromolithografien in großer Auflage hergestellt. Die Farbqualität kommt dem Original sehr nahe. Künstler erhalten ihre Entwürfe nicht immer zurück, sodass sich in Sterls Nachlass nur wenige Beispiele finden. Auch die Drucke selbst hat der Künstler nicht gezielt aufbewahrt. Umso dankbarer ist das Robert-Sterl-Haus für die großzügige Schenkung eines umfangreichen Konvolutes von Sterls Illustrationen aus Privatbesitz. (Kurator: Dr. Andreas Quermann)

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitbroschüre mit zahlreichen Abbildungen, einer Einführung zu Sterls Biografie und einem Aufsatz von Frau Kristina Popova zu Sterls Kinderbuch „Woher kommt´s Brot?“ von 1892. 40 ganzseitige Abbildungen zeigen Sterls Illustrationen in Originalgröße und einige Entwürfe (56 Seiten, 3,50 €).



Justus Bräutigam | Gebirge | Robert-Sterl-Preis 2017
Preisträgerausstellung: 17. September bis 31. Oktober

Der Dresdner Maler Justus Bräutigam (*1984) arbeitet ohne Rücksicht auf Moden oder Marktgängigkeit aus einer inneren Notwendigkeit heraus. Bei seiner neuen Gebirge-Serie handelt es sich – anders als der Augenschein vermuten lässt und auch im Gegensatz zu Robert Sterl, der 1917 in Tirol die Alpen en plein air zeichnete – um Landschaftsmalerei, die einer malerischen Experimentierfreude entspringt.

Die gewaltigen Massen von Stein, Schnee und Gletschern, die enormen Höhen und die Weite des Himmels, sind keine Abbildungen einer konkreten Naturerscheinung oder topografisch zu benennender Bergformationen, sondern der Nachhall eines starken, im Spätsommer 2015 in der Almenwelt Lofer in Österreich gewonnenen Eindrucks: „Da konnte ich schneebedeckte Berge aus der Ferne bestaunen – das hat sich dann später entladen“, so Bräutigam. „Alle Gebirgszüge entstammen meiner Phantasie und sind somit frei erfunden.“

Durch das Ausschnitthafte und die Art, wie Bräutigam das Kleinformat der Leinwände mit dem monumentalen Motiv füllt, wird das Haptische des Farbauftrags pointiert. Beeindruckend sind die malerischen Finessen: So spielt der Maler in klassischer Technik mit verschiedenen Qualitäten der Ölfarbe: von feinen Farbwerten bis zu groben Scharten; einmal lavierend dünn, dann wieder pastos gespachtelt oder gerakelt, um damit dem Zufall der Farbverteilung einen kalkulierten Raum zu geben – ähnlich wie in der Natur der Bergwelt Felsformationen, Schnee- und Eisverteilung dem Zufall geschuldet sind.

Das Hochgebirge strahlt für Justus Bräutigam „ – trotz der Lebensfeindlichkeit und des schroffen Äußeren – Erhabenheit, Ruhe und Schönheit aus.“ Was der Künstler hier vorführt, dringt zum Kern der Malerei vor, denn er arbeitet das Wesen seines Gegenstandes heraus und untersucht, was den Berg in seiner Erscheinung ausmacht.

Wie in einer Art wissenschaftlicher Versuchsanordnung transportieren diese Bilder eine scheinbar alphabetisch geordnete Kategorisierung mit Titeln wie „Gebirge A / Gebirge B / Gebirge C“ usw. – ergänze durch eine verwandte Wolken-Serie. Damit beinhaltet seine Gebirge-Serie einen konzeptionellen Ansatz, der einen Platz in der Gegenwartskunst beanspruchen kann. (Kurator: Dr. Andreas Quermann)

Die Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden vergeben als Verwalter des Nachlasses von Robert Sterl zusammen mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden seit 1997 jährlich den Robert-Sterl-Preis für Meisterschüler. Bisherige Preisträger_Innen waren 1997: Annekatrin Klump | 1998: Jörg Burzinsky | 1999: Antje Blumenstein | 2000: Sebastian Hempel | 2001: Susanne Nosky | 2002: Daniel Kestel | 2003: Susanne Hanus | 2004: Heide Hinrichs | 2005: David Buob | 2006: Michael Mader | 2007: Kai Hügel | 2008: Katja Hoffmann-Wildner | 2009: Paul Pretzer | 2010: Sara Pfrommer | 2011: Franziska Semtner | 2012: Juliane Schmidt | 2013 Nicolás Dupont | 2014: Henrike Pilz | 2015: Dana Berg | 2016: Julia Boswank  | 2017: Justus BräutigamLINK: Preisträger 1997-2016


Rückblick:

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