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Plakat zur Ausstellung: Constantin Meunier und Robert Sterl - Die Arbeiter im Blick

Constantin Meunier und Robert Sterl
Die Arbeiter im Blick

Sonderausstellung: 1. Mai bis 29. August 2021

Robert Sterl besucht 1902 den belgischen Bildhauer und Maler Constantin Meunier (1831-1905) in Brüssel. Nach dem Treffen schreibt er beglückt an seine Frau: „M. liebe Helene! Komme soeben von Meunier und von seinen Arbeiten. Ich habe vollauf das gefunden was ich mir vorgestellt habe.“ Sterl hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits intensiv mit dem Thema Arbeit beschäftigt: in Hessen mit der Feld- und Erntearbeit der Bauern, der Tätigkeit der Handwerker sowie dem Gewerbe der Töpfer, in der Sächsischen Schweiz mit der schweren körperlichen Arbeit der Steinbrecher. Das Motiv der Steinbrecher greift Sterl über 30 Jahre auf, es wird zu seinem künstlerischen Markenzeichen. Kennzeichnend für seine Darstellungen ist der Fokus auf die große Kraftanstrengung der Arbeiter. Diesen Aspekt hebt Sterl ebenfalls bei den in Russland entstehenden Ansichten von Lastenträgern und Wolgatreidlern hervor. In den Essener Krupp-Werken fertigt Sterl hingegen auch individuelle Porträts der Stahlarbeiter an.

Meuniers internationaler Ruhm gründet sich auf seine Darstellungen der Bergarbeiter*innen. In ihrer Kraft und Würde werden sie für Robert Sterl zur Inspiration. Die enge inhaltliche Verbindung der beiden Künstler haben schon die Zeitgenossen erkannt, so wird Sterl in der zeitgenössischen Presse als „sächsischer Meunier“ bezeichnet. Die Parallelen und Unterschiede im Werk beider Künstler – in ihrem Blick auf die Arbeiter – werden in der Ausstellung erstmals aufgezeigt.

Zur Ausstellung ist ein Booklet erschienen, das Sie im Robert-Sterl-Haus oder über unseren Online-Shop erwerben können.